Ein Energy Drink ohne Zucker spart Kalorien und belastet den Blutzucker nicht, ist aber nicht automatisch die beste Wahl. Entscheidend sind drei Dinge: wie viel Koffein du über den Tag verteilt aufnimmst (für gesunde Erwachsene gelten laut EFSA bis zu 400 mg als unbedenklich), womit das Getränk gesüßt ist und wie viel Säure darin steckt. Wer einfach wach werden will, ist mit Kaffee oder Tee oft gut bedient. Wer eine kalte, trinkfertige Dose sucht, sollte Koffeinmenge, Süßungsmittel und Zusatznutzen vergleichen. Hier findest du sechs Alternativen im direkten Vergleich, inklusive unseres eigenen Drinks, mit ehrlichen Vor- und Nachteilen.
In diesem Artikel
- Was steckt in einem Energy Drink ohne Zucker?
- Sind zuckerfreie Energy Drinks gesünder als normale?
- 6 Alternativen im Vergleich
- Wie viel Koffein am Tag ist okay?
- Worauf solltest du beim Kauf achten?
- Häufige Fragen
Was steckt in einem Energy Drink ohne Zucker?
Die Grundrezeptur ist fast immer gleich: Wasser, Koffein, Kohlensäure, Säuerungsmittel wie Citronensäure, Aromen und Süßungsmittel statt Zucker. Häufig kommen Taurin und B-Vitamine dazu.
Beim Koffein gibt es in Deutschland eine klare Obergrenze: 32 mg pro 100 ml. Eine 250-ml-Dose liefert damit bis zu 80 mg, etwa so viel wie ein Espresso. Getränke mit mehr als 150 mg Koffein pro Liter müssen den Hinweis „Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen“ tragen.
„Zuckerfrei“ bedeutet also: Der Zucker ist durch Süßungsmittel ersetzt. Koffein und Säure bleiben.
Sind zuckerfreie Energy Drinks gesünder als normale?
Beim Zucker eindeutig ja. Eine große Dose klassischer Energy Drink (500 ml) kann umgerechnet rund 20 Stück Würfelzucker enthalten. Die Zero-Variante streicht diese Menge komplett.
Zwei Punkte bleiben aber bestehen:
- Säure: Säuerungsmittel wie Citronensäure greifen den Zahnschmelz an, ganz unabhängig vom Zucker.
- Süßungsmittel: In der EU zugelassene Süßstoffe hat die EFSA als sicher bewertet. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hält die Datenlage zu möglichen Langzeitwirkungen dennoch für uneinheitlich und sieht weiteren Forschungsbedarf. Die WHO rät seit 2023 davon ab, Süßstoffe gezielt zur Gewichtskontrolle einzusetzen. Diese Empfehlung ist ausdrücklich als „bedingt“ eingestuft.
Unser Fazit: Zuckerfrei ist die bessere Wahl als zuckerhaltig. Ein Gesundheitsgetränk wird ein Energy Drink dadurch nicht. Der Durstlöscher Nummer eins bleibt Wasser.
Energy Drink ohne Zucker oder Alternative: 6 Optionen im Vergleich
| Option | Koffein pro Portion | Zucker | Süßungsmittel | Gut für |
|---|---|---|---|---|
| Filterkaffee (200 ml) | ca. 90 mg | 0 g (schwarz) | keine | Morgenroutine, zu Hause, Büro |
| Schwarzer Tee (200 ml) | ca. 45 mg | 0 g (pur) | keine | sanfter Start, Nachmittag |
| Grüner Tee (200 ml) | ca. 30 mg | 0 g (pur) | keine | wenig Koffein, ruhige Phasen |
| Klassischer Zero-Energy-Drink (250 ml) | ca. 80 mg | 0 g | z. B. Sucralose, Acesulfam-K | kalt und trinkfertig unterwegs |
| Kollagen-Koffein-Drink COLLIDE (250 ml) | 80 mg | 0 g | Sucralose | kalt, trinkfertig, mit 5,5 g Kollagen-Peptiden |
| Wasser, Tageslicht, Bewegung | 0 mg | 0 g | keine | jederzeit, auch abends |
Koffeinwerte für Kaffee, Tee und klassische Energy Drinks: Durchschnittswerte laut BfR. Der tatsächliche Gehalt schwankt je nach Zubereitung und Produkt.
1. Kaffee
Der Klassiker liefert rund 90 mg Koffein pro Tasse, ein Espresso etwa 80 mg. Schwarz getrunken enthält Kaffee weder Zucker noch Süßstoff. Der Nachteil: Er wird meist heiß getrunken und ist unterwegs weniger praktisch als eine Dose. Wer seinem Morgenkaffee zusätzlich Protein mitgeben möchte, kann geschmacksneutrales Kollagenpulver einrühren. Es löst sich auch in heißen Getränken.
100 % Kollagen-Hydrolysat vom Rind, ohne Zusätze, 9,1 g Protein pro Portion. Löst sich klümpchenfrei, auch heiß.
2. Schwarzer Tee
Mit etwa 45 mg pro Tasse liefert schwarzer Tee rund die Hälfte des Koffeins einer Tasse Kaffee. Er eignet sich gut für den Nachmittag, wenn du wacher werden, aber abends trotzdem gut einschlafen willst.
3. Grüner Tee und Matcha
Grüner Tee bringt es auf rund 30 mg Koffein pro Tasse und ist damit die mildeste Koffeinquelle in diesem Vergleich. Matcha enthält meist mehr, weil das ganze Blatt gemahlen und getrunken wird. Beide sind ungesüßt praktisch kalorienfrei.
4. Klassischer Zero-Energy-Drink
Kalt, trinkfertig, an jeder Tankstelle erhältlich. Typisch sind 80 mg Koffein pro 250-ml-Dose, Taurin, B-Vitamine und eine Kombination aus Süßstoffen. Die Verbraucherzentrale weist auf einen Effekt hin, der für Zero-Varianten genauso gilt: Die starke Süße überdeckt den bitteren Koffeingeschmack, dadurch trinkt man leicht mehrere Dosen in kurzer Zeit.
5. Kollagen-Koffein-Drink (COLLIDE)
Unser eigener Drink, deshalb hier besonders transparent. Eine Dose COLLIDE (250 ml) enthält:
- 80 mg Koffein, also genauso viel wie ein klassischer Energy Drink
- 5,5 g Kollagen-Peptide, das macht ihn zum Protein-Drink mit hohem Proteingehalt
- 0 g Zucker und 28 kcal
- B-Vitamine: Niacin, Pantothensäure, Vitamin B6, Vitamin B12, Folsäure und Biotin
- kein Taurin, dafür natürliche Aromen
Was du ebenfalls wissen solltest: Auch COLLIDE ist mit Sucralose gesüßt und enthält Citronensäure. In Sachen Süßungsmittel und Säure gilt für uns also dasselbe wie für jeden anderen Zero-Drink. Der Unterschied liegt im Protein und in den Vitaminen: Niacin, Pantothensäure, Vitamin B6, Vitamin B12 und Folat tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Proteine tragen zum Erhalt von Muskelmasse bei.
"Schöner, erfrischender Geschmack und nicht zu Ingwerlastig. Dass kein Zucker drin ist schmeckt man nicht :-)"
"Als Sportler ist jede Energie und jedes Protein hilfreich. COLLIDE hilft mir einen Großteil dieses Bedarfs zu decken und schmeckt nicht zu süß oder künstlich."
Minze-Limette und Grapefruit-Ingwer im Mix. Finde deinen Favoriten, bevor du ein 12er-Tray bestellst.
6. Ganz ohne Koffein: Wasser, Licht und Bewegung
Nicht jedes Tief braucht Koffein. Oft helfen ein großes Glas Wasser, zehn Minuten an der frischen Luft oder eine kurze Bewegungspause genauso gut. Gerade am späten Nachmittag ist das die beste Wahl, denn Koffein kann noch Stunden später den Schlaf beeinflussen.
Wie viel Koffein am Tag ist okay?
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat dafür klare Richtwerte für gesunde Erwachsene abgeleitet:
- bis 200 mg als Einzeldosis, das entspricht etwa 3 mg pro Kilogramm Körpergewicht
- bis 400 mg pro Tag, über den Tag verteilt
Wichtig ist die Summe aus allen Quellen. Zwei Tassen Kaffee am Morgen (rund 180 mg) und zwei Dosen Energy Drink am Nachmittag (160 mg) ergeben bereits 340 mg. Laut BfR wirkt Koffein etwa 15 bis 30 Minuten nach dem Trinken und hält mehrere Stunden an. Alle Koffeinmengen von Energy Drink bis Espresso findest du in unserem Überblick Wie viel Koffein hat ein Energy Drink? Wie Koffein im Körper wirkt und wie lange es anhält, erklärt unser Koffein-Guide: 7 Fakten zu Wirkung, Halbwertszeit und Menge.
Koffein in Schwangerschaft und Stillzeit
Für Schwangere und Stillende haben EFSA und BfR 2015 einen eigenen Richtwert abgeleitet: Bis zu 200 mg Koffein pro Tag, über den Tag verteilt, gelten als unbedenklich für das ungeborene und das gestillte Kind. Das entspricht etwa zwei Tassen Filterkaffee.
Getränke mit mehr als 150 mg Koffein pro Liter, also auch Energy Drinks und COLLIDE, tragen den gesetzlichen Pflichthinweis: „Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen (32 mg/100 ml).“ Wenn du schwanger bist oder stillst, sprich am besten mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme darüber, wie viel Koffein für dich passt.
Worauf solltest du beim Kauf eines Energy Drinks ohne Zucker achten?
Diese fünf Punkte kannst du auf jeder Dose in wenigen Sekunden prüfen:
- Koffein pro Dose: Rechne aus, wie viele Dosen in deine Tagesmenge passen, inklusive Kaffee. Die EFSA stuft bis zu 400 mg pro Tag als unbedenklich ein.
- Süßungsmittel: Die Zutatenliste nennt sie beim Namen, etwa Sucralose, Acesulfam-K oder Steviolglycoside.
- Säuerungsmittel: Citronensäure ist fast überall enthalten. Trink die Dose lieber zügig, statt stundenlang daran zu nippen, und spül mit Wasser nach.
- Echter Zusatznutzen: Achte auf konkrete Mengen. „Mit Vitaminen“ sagt wenig, Angaben in Milligramm und Prozent des Nährstoffbezugswerts sagen viel.
- Kalorien: Zuckerfrei heißt nicht immer kalorienfrei. Protein oder Saftanteile bringen ein paar Kalorien mit.
Mehr dazu, wann ein koffeinhaltiger Drink rund ums Training sinnvoll sein kann, liest du in unserem Beitrag Was trinken beim Training? Wasser, Elektrolyte und Koffein richtig timen.
80 mg Koffein, 5,5 g Kollagen-Peptide, 0 g Zucker. Lieber frisch und minzig? Dann probier Minze-Limette.
Häufige Fragen zu Energy Drinks ohne Zucker
Sind zuckerfreie Energy Drinks gesund?
Sie sind die bessere Wahl als zuckerhaltige Energy Drinks, weil der Zucker komplett wegfällt. Gesund im Sinne eines Alltagsgetränks sind sie trotzdem nicht: Koffein, Säure und Süßungsmittel bleiben. In Maßen und als Ergänzung zu Wasser sind sie für gesunde Erwachsene unproblematisch.
Wie viel Koffein hat ein Energy Drink ohne Zucker?
In Deutschland meist 80 mg pro 250-ml-Dose, denn mehr als 32 mg pro 100 ml sind nicht erlaubt. Größere Dosen mit 500 ml enthalten entsprechend bis zu 160 mg.
Schaden zuckerfreie Energy Drinks den Zähnen?
Karies durch Zucker fällt weg, die Säure bleibt aber. Citronensäure kann den Zahnschmelz angreifen. Trink die Dose eher zügig, spül mit Wasser nach und warte nach dem Trinken etwa eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen.
Womit werden Energy Drinks ohne Zucker gesüßt?
Meist mit Sucralose, Acesulfam-K, Aspartam, Cyclamat oder Steviolglycosiden, oft auch in Kombination. Welche Süßungsmittel enthalten sind, steht immer in der Zutatenliste.
Darf ich in der Schwangerschaft Energy Drinks trinken?
Laut EFSA und BfR gelten in Schwangerschaft und Stillzeit bis zu 200 mg Koffein pro Tag aus allen Quellen als unbedenklich. Energy Drinks, auch zuckerfreie, tragen allerdings den Pflichthinweis „Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen“. Kläre deine persönliche Koffeinmenge am besten mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme.
Wie viele Energy Drinks am Tag sind okay?
Das hängt von deinem gesamten Koffeinkonsum ab. Rechnerisch passen fünf Dosen à 80 mg in die 400 mg, die die EFSA pro Tag als unbedenklich einstuft, allerdings nur, wenn du sonst kein Koffein aufnimmst. Realistisch und sinnvoll sind eine bis zwei Dosen neben Kaffee oder Tee.
Quellen: BfR: Fragen und Antworten zu Koffein, Verbraucherzentrale NRW: Energy Drinks, Deutsches Ärzteblatt: WHO-Richtlinie zu Süßstoffen.
Lieber kalt aus der Dose?
Teste COLLIDE in beiden Sorten: 80 mg Koffein, 5,5 g Kollagen-Peptide, 0 g Zucker.
Probierpaket entdecken →10 % Rabatt bei deiner Newsletter-Anmeldung · Versandkostenfrei ab 60 €
Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen (32 mg/100 ml).